Hebammenpolitik 30.09.2010

GREENBIRTH e.V.

Sehr geehrte Hebammen,

das sollten Sie wissen:

Aushang zum Ausdrucken:  Infos für werdende Eltern

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Mit ProMama bietet die AnyCare GmbH Krankenkassen und -versicherungen ab sofort ein Betreuungsprogramm für schwangere Versicherte an. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband, dem Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands und dem Netzwerk der Geburtshäuser….

 

(Information von der a.o. MGV am 24.9. Köln. Aufgrund von massivem Protest von der Basis kündigte der BfHD den Vertrag. Das Netzwerk der Geburtshäuser löste sich am 25.6.2010 auf.

GreenBirth informiert: Die Geschäftsidee von Anycare sieht so aus: Das Unternehmen erwirbt die Adressen Schwangerer. Hebammen werden angeworben, um die Schwangere in einem Erstgespräch über das, was Anycare für sinnvoll hält, zu informieren. Dafür bekommt  die Hebamme 40,- € von Anycare (brutto). Ab jetzt beraten geschulte Telefonberaterinnen die Schwangere. Das einzige Ziel dieser Geschäftsidee besteht darin, dass werdende Eltern frühzeitig mit Produkten vertraut gemacht werden, die sie kaufen sollen und deren Sinn sie nicht beurteilen können (z. B. das Geschäft mit Stammzellen aus pulsierendem Nabelschnurblut, ohne Rücksicht auf Risiken für die Sauerstoffversorgung des Kindes).

GreenBirth sagt dazu: Die kontinuierliche persönliche Beratung durch Ihre Hebamme durch die Schwangerschaft hindurch ist durch die Telefonberatung „geschulter Kräfte“ nicht zu ersetzen.

Schwangerschaft und Geburt sind  natürliche Prozesse, bei denen Erfahrungswissen der Hebamme plus medizinische Kenntnisse von allergrößter Bedeutung sind.

Wir warnen vor „Errungenschaften“, deren Gefahrlosigkeit nicht bewiesen ist. Dazu gehören sehr viele der pränataldiagnostischen Untersuchungen, die für Kinder vor der Geburt mit hohem Risiko verbunden sein können (s. Info der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung).

Mit freundlichem Gruß

Irene Behrmann

GreenBirth. 1. Vorsitzende

Vertrag_AnyCare.pdf