Hebammenpolitik 28.05.2014

Eine grundlegende, den Berufsstand der niedergelassenen Hebammen langfristig erhaltende Einigung ist inHebammenpolitik hortensie Deuschland bisher nicht getroffen worden. Die Problemlösungs- Zuständigkeit wird gern hin- und hergeschoben. Die Petitionsämter, allen voran das berliner Petitionsamt, arbeitet seit vier Jahren an dem Sachverhalt. Dieser ist den Entscheidungeträgern und dem Gesetzgeber nunmehr ausreichend bekannt. Was hat sich seither verändert ? Die Ausgaben zur Berufsausübung der Freiberuflichkeit steigen scheinbar unaufhaltsam und die freien Hebammen werden zunehmend insolvenzgefährdet. Das ist seit 2010 nichts Neues. Die Geburtszentralisierung schreitet voran und die Geburts- und Schwangerenmedikalisierung nimmt folgerichtig zu. Gebären ist eine Fähigkeit von Frauen, nicht von Männern, das ist allgemein bekannt. Die Entscheidungsgewalt über die Rahmenbedingungen des Gebärens und die Dienstanweisungen des geburtshilflichen Personals tragen, institutionell forciert, überwiegend Männer. Die öffentlich akzeptierte Entscheidungsfindung liegt momentan nicht in Händen der betroffenene Frauen und auch nicht in denen der freien Hebammen, so stellt sich, entgegen freundlicher Elterninformationsmedien, die Realität dar.

Nun gibt es hierzulande einen zunehmenden Geburtshelfermangel. Das bringt die Zentralisierung, Kommerzialisierung und Ökonomisierung so mit sich, denn keine Krankenhaus- GmbH hat ein Interesse an einer 1: 1 Betreuung von Schwangeren und Gebärenden. So werden Hebammen fusioniert und anschließend wegrationalisiert. Freie Geburtshaus- oder Hausgeburts- Hebammen irritieren die Krankenhausgeburtsstatistiken und binden das erwünschte Klientel an sich, so können GmbH´s nicht effizient genug arbeiten. So wird das Störende unter legalen Bedingungen marktstrategisch eliminiert, wenn möglich. Im Moment stehen die Zeichen nicht schlecht. Aber in dem Spiel geht es nicht nur um freie Hebammen und Krankenhaus- GmbH´s. Da war doch noch was ? Ach ja… die Eltern. Sie suchen eine individuelle, ihrer Lebenssituation entsprechende Schwangeren-, Geburts- und wochenbettbetreuung, gern im ambulanten Bereich von gut ausgebildetem Fachpersonal, wie es europäische Hebammen im Allgemienen sind. Und da beginnt das eigentliche Problem, denn die Suche nach individueller Geburtsbetreuung beispielsweise verkommt zum unerfüllbaren Weihnachtswunsch. Aber in dem Problem steckt auch der auslösende Zündfunke für die Problemlösung. Wenn hunderttausende Eltern mit der derzeitigen Entwicklung so ihre Probleme haben und sich zu den wenigen praktizierenden freien Hebammen, sprich Geburtshelferinnen, noch ein paar mehr von ihnen wünschen, um zum eigenen Geburtserleben eine abbekommen zu dürfen, sei es in der Klinik, im Geburtshaus oder zu Hause, müssen sie ihr Recht rechtmässig einklagen.
Es geht hier um einen gesamtgesellschaftlichen Problemfall in Folge eines subtilen Berufsverbotes der freiberuflichen Hebnammentätigkeit. Dieser tangiert die Vereinbarkeit der Bürgerrechte mit dem Grundgesetz. Und da es sich hierbei ganz und gar nicht um Einzelfälle handeln dürfte, ist eine Sammelklage naheliegend, siehe:
http://elternprotestjena.wordpress.com/2014/05/23/sammelklage/

Elternprotest Sammelklage Formular PDF