Hebammenpolitik 28.02.2011

Protestbrief- Antwort von der Krankenkasse erhalten und was nun ?

Die Antwortbriefe der Krankenkassen sind freundlich formuliert und nett gemeint.
Die Frage bleibt: Welche Hilfsangebote oder Strategien entwickeln Krankenkassen zum Erhalt des Berufsstandes freier Hebammen, die ihrem Berufsbild nachzugehen wünschen ? Was unternehmen Krankenkassen, um ihren Versicherungsnehmerinnen die gewünschten Dienstleistungsangebote, Geburtshaus-, Haus- oder Beleg- Geburten, zu erhalten.

Die Berufsproblematik ist den Krankenkassen bekannt, wie wir in ihren Antwortschreiben zweifelsfrei nachlesen können. Wenn Hebammen heute, am 01.03.2011 in den Streik treten, dann liegt offensichtlich ein Grund vor und die beruhigenden Protestbrief- Antworten der Krankenkassen haben keinen realen Bezug, die Notsituation der freien Hebammen zu lindern.

Interesse zeigt sich in Beständigkeit, fordern Sie eine konkrete Antwort von Ihrer Krankenkasse. Schreiben Sie ein zweites mal per Fax, Post oder Email. Nebenbei bemerkt, ist eine Email vor deutschen Gerichten nicht rechtskräftig und wird als Beweismittel nicht anerkannt. Aber soweit soll es nicht kommen.
Wir hoffen immer noch auf eine gütliche Einigung, ein Beispiel:

Hebammenpolitik 28 02 2011 Protestbrief- Antwort der Krankenkasse.pdf

Dieser Briefentwurf ist auch für ein erstes Anschreiben geeignet und kann beliebig, entsprechend Ihren persönlichen Interessen geändert werden.

hebammenpolitik  Brief an ihre krankenkasse.pdf

Sehr geehrte Damen und Herren,

es freut mich, dass Ihnen die Berufsproblematik der Hebammen bekannt ist und Sie an einer Problemlösung arbeiten. Seit 01.03.2011 befinden sich die freien Hebammen im Streik, deshalb ist davon auszugehen, das Sie von Ihren positiven Vorhaben noch keines umgesetzt haben.

Als Vertragspartner meiner Krankenkasse sind Hebammen unersetzlich und als Versicherungsnehmerin lege ich großen Wert darauf, dass Ihr bestehendes Leistungsangebot der außerklinischen Hebammenbetreuung weiterhin, auch in meinem Wohnort, erhalten bleibt.

Ich möchte von Ihnen informiert werden, welche konkreten Schritte Sie zeitnah unternehmen, um mir die Inanspruchnahme dieses Leistungsangebotes zu sichern. Wie Ihnen sicher bekannt ist, gibt es Krankenkassen in Deutschland, welche die anfallenden Hebammenaufwendungen ausreichend gegenfinanzieren.

Ich weise vorsorglich darauf hin, dass ich die besseren Leistungsangebote anderer Krankenkassen mit Mehraufwandsentschädigung- und Rufbereitschaftspauschalen- Übernahme rechtzeitig wählen kann, weil eine Kündigung jederzeit möglich und die Kündigungsfrist im überschaubaren Rahmen gehalten ist und ich somit von der finanziellen Mehrbelastung zum Zeitpunkt der Geburt mit Sicherheit freigestellt wäre.

Auf Ihre zeitnahe Antwort und eine weiterhin gute Zusammenarbeit hoffend, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen