Hebammenpolitik 27.12.2014

Ich kenne viele Kaiserschnittkinder, die einzig auf Grund der Computerberechnung einesHebammenpolitik chrysanthemum rose text Ultraschallgerätes aus ihrer Mutter mittels Scalpel entfernt wurden. Sie entsprachen nicht der Norm, waren von Ärzten zu groß gemessen und einige zu klein bemessen worden. Niemand machte sich die Mühe, die Eltern in Relation zu den Kindern zu betrachten oder ein iatrogenes oder rechnerisches Versehen in Betracht zu ziehen. So bemaßen sich viele >4500- Gramm- Ultraschall- Kinder nach der Geburt als normalgewichtig. Diese Versehen rechtfertigen keine große Bauchoperation und trotzdem bleibt es, meiner Beobachtung nach, bei dieser Arbeitsweise. Der ausschlaggebende Faktor ist Angst. Nichts gegen Sicherheit und Gesundheitsvorsorge, wenn aber ca. ein Drittel aller Kinder in einem schulmedizinisch hochentwickelten Land per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, stellt sich die Frage… Warum ? Weil Ärzte die Risiken der natürlichen Geburt fürchten ? Siehe: http://www.welt.de/wissenschaft/article12935535/Aerzte-fuerchten-die-Risiken-der-natuerlichen-Geburt.html
Oder weil Ärzte den Ablauf natürlicher Geburten immer weniger verstehen ? siehe: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ultraschall-untersuchung-ia.html
Und was hat das mit freiberuflichen Hebammen zu tun, wenn sie doch per Gesetzt Fachpersonal natürlicher Geburten sind ?


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Wenn Natürlichkeit als potentiell gefährlich gilt, die Schulmedizin mit Termin-, Eilig-, Not- und Wunschkaiserschnitten, Dauer- CTG, Irritationen und Interventionen, ohne Rücksicht auf Schmerzhaftigkeit die Wahrhaftigkeit mit Sicherheitsversprechen postuliert, scheint es angebracht, darüber nachzudenken. Sollte ein Gesundheits- Markt beabsichtigt sein, der ohne Alternativen, freien Hebammen und anderem Beiwerk, konkurrenzloser werden soll, um trotz ausbleibender Kinderfülle weiter expandieren zu können ? Offensichtlich wird m. E. der bisher von Freiberuflern getragene alternative Gesundheitsmarkt zunehmend in aktiengesellschaftsgetragene Krankenhaus- Strukturen eingepflegt. Nicht nur die Naturheilkunde, Hebammenpraxen, Physiotherapeuten… In Irland sind es sogar Hausgeburtshebammen. Wie lange es bis dato in Deutschland dauern wird, bis wir soweit sind, ist nicht bekannt ? Hypothetisch ist es dennoch nicht.

Es ist zu befürchten, dass die Fachleute der traditionellen Hebammenkunst argumentell Recht behalten. Wie sollten Fachexperten, die für Pathologien ausgebildet sind, aber natürliche Körperprozesse begleiten sollen, angstfrei ohne Vorbelastungen arbeiten ? Die Risikogruppen unter Schwangeren und Entbundenen wachsen folgerichtig, je nach ärztekammerlichem Fokus, enorm an. Die Elterninformationen- und Werbeprospekte werden diesem Fokus aalglatt angepasst und das Fachpersonal pathologisch fokussiert”geschult ” natürlich mit umsatzsteigernden Nebenwirkungen. Je nach Empfehlung und neuerlichen Test- Angeboten variiert die Priorität bestimmter Krankheitsprophylaxen von Jahr zu Jahr. Den Streptokokken- B- Schnell- Test oder den massenhaft beworbenen Glukoseintoleranztest beispielsweise, mit anschließender Insuklingabe bis zum ET bei Glucosefluktuationen trotz unauffälligem U- Status nicht zu vergessen.. Zuckerharnruhr ohne nachweisbaren Zucker im Urin, ein iatrogenes Wunder ? Nichts gegen die absolute Sicherheit, sie ist ein iatrogenes Gedankenkonstrukt und in der Realität wie auch in Arztpraxen unfindbar. Das mag gemein klingen,aber viel hilft nicht immer viel. Manche Schulmediziner schießen systematisch über das Ziel” Gesundheit für Mutter und Kind ” hinaus und es wäre schön, wenn selbstständig denkende Schwangere und Mütter ohne Bevormundung, verängstigung oder Kriminalisierung von Schulmedizin, Medien und “beschultem” Personal selbstständig denkend bleiben dürften…auch in Zukunft. Und dazu bräuchten wir eine Regierung, die es den Eltern und Freiberuflern, beispielsweise den freiberuflichen geburtshelfenden Hebammen, ermöglicht, weiterhin freidenkend und freischaffend arbeiten und leben zu dürfen. Das heute allgemein findbare “Geburtshilfemuster” ist oft eine emotional belastende Angelegenheit. http://vimeo.com/88716054
Freiberufler arbeiten gewöhnlich anders, siehe: http://sonntags.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata

Und es sollte jeder Frau selbst überlassen sein, ob sie das verheissungsvolle Krankenhaus- Sicherheitspaket mit intimen Unannehmlichkeiten oder das heimelige Haus- Geburtsgeschehen ohne Narkoseoptionen und doppelten Boden oder die Geburtshausoption mit einem vertrauten Minihebammenpool wählt. Das geht natürlich nur mit Hebammen verschiedener Berufsspezialisierungen, die es zu erhalten gilt. Das Vorhandensein verschiedener geburtshilflicher AkteuInnen nennt sich obligat ” wahlfreiheit “, auch hier in Deutschland.