Hebammenpolitik 26.01.2011

Kind rein…Kind raus…fertig ?! Artikel 1 von 10

hebammenpolitik 26 01 2011 protestbrief zu lokalkompass.pdf

Absender:

An Krankenkasse:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Mitbürger dieses Landes sehen wir mit Besorgnis, dass die Wahlfreiheit der Geburtsbegleitung in diesem Land nicht mehr sicher ist. Die Anzahl der Beleghebammen, Geburtshaushebammen und Hausgeburtshebammen nimmt auf Grund der gesetzlich geforderten, zunehmend untragbaren finanziellen Belastung kontinuierlich ab und die Geburtshilfe wird für diese Hebammen zu einem schier unbezahlbaren luxuriösen Hobby. Dieser Umstand ist gesamtgesellschaftlich recht bedenklich und schränkt unsere Möglichkeiten der Geburts- und dazugehörenden Lebensgestaltung erheblich ein.

Nach § 134 a SGB V haben Krankenkassen den Bedarf an Hebammenhilfe durch geeignete Verträge den maßgeblichen Vertragspartnern, das sind in diesem Fall die Hebammenverbände, sicherzustellen.

Eine weiterhin steigende Kaiserschnitt- Rate von über 30 % gilt es kritisch zu hinterfragen, weil davon auszugehen ist, dass dieser Umstand weniger den Frauen als viel mehr den ökonomischen Gegebenheiten zu verdanken ist.

Wir möchten darum bitten, durch Zeitnah zu schließende geeignete Vergütungs- und Vertragsvereinbarungen zwischen GKV und allen praktizierenden Hebammen eine wohnortnahe Versorgung mit Hebammenhilfe sicherzustellen.

Es sollte nach diesen Vertragsvereinbarungen langfristig möglich sein, neben z. T. weit entfernten UniversitätsKiniken auch in Belegkrankenhäusern, Geburtshäusern oder anderen geeigneten Orten mit einer freien Hebamme, wie im Grundgesetz vorgesehen, entbinden zu dürfen,

mit freundlichen Grüßen

Datum      Unterschrift

In Kopie gesendet an:
GKV- Spitzenverband
(Gesetzliche Krankenversicherung)
Mittelstrasse 51
10117 Berlin

Bundesministerium für Gesundheit
Herrn Dr.P. Rösler
Friedrichstrasse 108
10117 Berlin