Hebammenpolitik 25.01.2011

Durch das „Gesetz zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV-FinG) ergeben sich zum 01.01.2011 Änderungen bei der Gesetzlichen Krankenversicherung:

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wird mit allgemeinem Beitragssatz zum 01.01.2011 von 14,9 % auf 15,5 % angehoben. Der Zusatzbeitrag wird von den Krankenkassen nur noch einkommensunabhängig erhoben; die Begrenzung auf 1 % der beitragspflichtigen Einnahmen entfällt (§ 242 Abs. 1 SGB V). Die Erhebung des Zusatzbeitrages obliegt weiterhin allein den Krankenkassen. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wird bei Beziehern von Ausbildungsgeld  und Übg mit ermäßigtem Beitragssatz (§ 243 SGB V) zum 01.01.2011 von 14,3 % auf 14,9 % angehoben. Er setzt sich zusammen aus dem bei versicherungspflichtig Beschäftigten paritätisch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanzierten Beitragssatz von 14,0 % und dem von Arbeitnehmern allein zu tragenden Beitragssatz von 0,9 % (§ 249 Abs. 1 SGB V). Für 2011 wurde vom BMG kein durchschnittlicher Zusatzbeitrag festgesetzt; deshalb kann 2011 kein Sozialausgleich (SAg) gezahlt werden. Mit der Festsetzung des Sozialausgleichs (SAg) und des durchschnittlichen Zusatzbeitrags als Rechengröße ist voraussichtlich zum 01.01.2012 zu rechnen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) festgesetzt (§ 242a SGB V).

Freiberufliche Hebammen zahlen ab 01.01.2011  14,9 % Krankenkassenbeitrag ohne Anspruch auf Krankentagegeld und 15,5 % mit Krankentagegeldanspruch, wobei zu bemerken ist, dass einige Krankenkassen die Krankentagegeld- Versicherung für Freiberufler recht verschieden handhaben, ungern anbieten bzw. ablehnen.  Freiberufliche Hebammen haben, ebenso wie andere Selbstständige und Freiberufler die Sozialbeiträge in vollem Umfang selbst zu finanzieren. Die Krankenkassen unterhalten Pfändungsabteilungen, sollte es Zahlungsschwierigkeiten geben. Die Beitragssatzänderung ist auch bei der Berechnung der Beiträge zu einer privaten Krankenversicherung (§ 207a SGB III) zu berücksichtigen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter anderem im: GKV-Finanzierungsgesetz – GKV-FinG

mit freundlichen Grüßen

Liane von Beleghebamme.com