Hebammenpolitik 24.12.2010

Ein wunderschönes friedliches Weihnachtsfest wünsche ich allen Hebammen, die jetzt als freie Beleghebammen Kreissaaldienst haben, im Geburtshaus arbeiten, bei Stall- und Hausgeburten zugegen sind. Möge diese gesellschaftlich und frauenpolitisch wertvolle Arbeit gefördert und geachtet werden.

Mögen alle Hebammen dieses Landes im Einvernehmen ihre berechtigten Forderungen im Interesse einer individuellen, frauenfreundlichen Geburtshilfe, Schwangerenbetreuung und Wochenbettbegleitung gegen jegliche kommerzielle Widerstände durchsetzen.

Es wäre hebammenvereint ein Leichtes, die Quittierungspflicht der GKV
kostenpflichtig in Rechnung zu stellen und die GKV zu 50 % in die Berufshaftpflicht- Verpflichtung zu nehmen. Schließlich hat die GKV ein Kontrollbedürfnis und einen erheblichen finanziellen
Vorteil von dem Berufshaftpflichtvertragsabschluss ihrer Hebammen, welche die Dienstleistungen an die GKV- Versicherten liefern.

Wer sagt, es sei recht, dass Hebammen die Gesamtkosten allein tragen müssen ?
Die freien Hebammen ganz sicher nicht….
Was würde passieren, wenn alle Hebammen in interner Absprache deutschlandweit die Versicherungsverträge schriftlich ablehnen würden, weil die Relation des Einkommens zur Versicherungsprämie jedem betriebswirtschaftlichen Grundsatz zuwiderläuft und das im Versicherungsvertrag der Allianz angegebene fiktive Einkommen von 50.000 Euro für den überwiegenden Teil der alleinarbeitenden freiberuflichen Hebammen irgendwie unrealistisch oder gar unerreichbar ist.

Viele Hebammen haben ein und die selben Probleme. Wollen Sie etwas bewegen, zukunftsorientiert und innovativ, fragen Sie nach….und seien Sie sich einig.

Hebamme Liane Ullmann von
www.BeleghebammenVerzeichnis.com