Hebammenpolitik 22.11.2012

EDV- gestützte Abrechnungssysteme gibt es Einige, ja es gibt mehrere Hebammenabrechnungs- Alternativen inEDV-gestütze Abrechnung für Hebammen Deutschland.

Geschätzte ca. 90 Prozent der abrechnenden Hebammen nutzen Heb-Rech- Zimmermann`s Programm. Die AZH, Abrechnungszentrale für Hebammen, deckt den restlichen Markt fast vollständig ab.
Das DMRZ.de, Deutsches Medizin und Rechenzentrum GmbH, bietet eine Abrechnungsvariante zu 0,5 %, hat aber keine automatische Feiertags- oder Zuschlagserkennung im Programm, sodass man die Positionsnummern schon gut kennen sollte, um sicher mit dem Programm arbeiten zu können, ohne Einnahme- Verluste zu erleiden. Anschaffungskosten entfallen, das Programm ist per Internet nutzbar und arbeitet gut. Das Programm “Babybamme” ist beachtenswert, es ist nach der Probezeit gebührenpflichtig, siehe Flyer  “Hebab mit Babybamme“. Das Tinyheb- Abrechnungsprogramm ist kostenlos. Die Oberfläche ist modern. Es wäre ggf.empfehlenswert, einen computerversierten Fachmenschen kurzzeitig mit der Installation zu beauftragen und eine sichere Emailverbindung zu installieren. Die gesicherten Emails sind gebührenpflichtig, ähnlich wie das Porto bei der Post. Privatärztliche Abrechnungsservice`s bieten auch Abrechnungsdienstleistungen für Hebammen an, siehe http://www.pas-hammerl.de. Sie sind aber teuerer als beispielsweise das DMRZ.de. Dakotaprogramme müssen käuflich erworben werden und verursachen Nebenkosten.

Die Datenübermittlungsverfahren ( Imageverfahren ) nach den Richtlinien der Spitzenverbände der Krankenkassen nach § 302 Abs.2 SGB V sind in Form und Inhalt des Abrechnungsverfahrens mit ” Sonstigen Leistungserbringern” sowie Hebammen und Entbindungspflegern ( § 301a SGB V ) festgelegt. Dennoch sind abweichende Vereinbarungen zwischen der absendenden und annehmenden Stelle zulässig.
So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, Rechnungen und Quittierungsbögen an die Bergische Krankenkasse einzig per Fax zur Prüfung und Begleichung einzureichen. Im Gegensatz zu den größeren Abrechnungszentralen, die nach mehrfachen Anfragen nicht zu bewegen waren, zu antworten bzw. sich darauf einzulassen,, wurde meine Anfrage von der kleinen BKK zeitnah und positiv beantwortet. Schön, es geht auch ausschließlich per Fax. Das erspart einer Hebamme eine Menge Papier, Zeit und Porto. Vielen Dank.

Per Datenträger ist die Abrechnerei in einem Brief mit Begleitzettel und Quittungsoriginalen möglich, wenn frau das passende Abrechnungsprogramm nutzt. Aus Sicht der Kassenkassen geht die Papier- Rechnungsstellung ebenso problemlos per Postversand. Per Gesetz sind 3 bis zu 5 % Bearbeitungsgebühren vorgesehen, je nach nötigem Arbeitsaufwand zur Rechnungsbearbeitung von Seiten der GKV. Die Kassen haben bei dem Papierrechnungs- Experiment ausnahmslos 5 %, unabhängig von der Rechnungsgröße, abgezogen. Das dürfte der Standard sein. Bei größeren Rechnungen ist der nicht unerhebliche Abzugsbetrag schmerzlich und mit dem angefallenen Arbeitsaufwand nicht kongruent.

Fazit: Ein Computerabrechnungs- Programm ist sehr praktisch, im Praxistest war ein Abrechnungsdienstleister nicht zwingend nötig, denn nur eine überschaubare Anzahl von Abrechnungscentern fordert eine Verschlüsselung der Emails. Diese Rechnungs- Versendungen wären letztendlich in irgendeiner Form kostenpflichtig, alle anderen nicht,
siehe http://tinyheb.sourceforge.net/?id=krankenkassen

Die Möglichkeiten der Rechnungseinreichungen sind vielgestaltig. Sie sind EDV- gestützt in Eigenregie zum Fastnulltarif oder per Outsourcing von 0,5 bis 12 % organisierbar. Plus unbezahlte Zeit, Strom, Internetkosten, Porto, Druckerfarbe und Papier.

Auszug aus dem Webseitentext:

“Mit der Abrechnungssoftware tinyHeb, die unter Linux und Windows läuft, können Hebammen ihre Abrechnung am Computer erstellen und am elektronischen Datenaustausch mit den gesetzlichen Krankenkassen nach § 302 SGB V teilnehmen. Die Software tinyHeb steht unter der GNU General Pubic License und ist damit quasi kostenfrei.
Die Software steht unter der GPL, d.h. es fallen keine Lizenzgebühren an. Für die Verschlüsselung bei elektronischen Rechnungen wird OpenSSL genutzt, auch an dieser Stelle fallen keine Kosten an.
Es ist nicht nötig eine zusätzliche Software, wie z.B. Dakota zu installieren. Es ist nicht nötig, Geld für die Zulassung zum Datenaustausch zu bezahlen…
Ein Zertifikat wird i.d.R. für die Rechnungsstellung per E-Mail nicht benötigt, nur Inter-Forum, Medent und Autovision verlangen signierte Rechnungen…”; siehe http://tinyheb.sourceforge.net/