Hebammenpolitik 22.01.2014

Flexibilität ist alles…Wenn Hebammenkolleginnen binnen 14 Tagen aus ihrem Kreissaal verbannt werden wegenHebammenpolitik blüte gelb betriebswirtschaftlicher Schließung, steht die Zeit still, die Emotionen brennen durch wie Gallopprennpferde, die Unsicherheit wächst exponentiell, die Umorganisation des Lebens raubt die letzten Nerven, die Kinder bemerken die Anspannung der Eltern und spielen verrückt. Aus dem Angestelltenverhältnis in die Freiberuflichkeit zu wechseln, grenzt an Wahnsinn. Wie nun den geliebten Job weiterführen, gar nicht ? Und was kommt dann ?

 

Die überwiegende Hebammentätigkeit mutiert zunehmend zur Wochenbettpflege, Kursleitung oder Sozialarbeit. Das ist kein Privileg von Hebammen. Und der Gesetzgeber achtet darauf, das es so bleibt. Niedergelassenen Hebammen kann die Niederlassungserlaubnis entzogen werden, wenn sie drei nacheinander folgende Jahre lang weniger als 10 Geburten pro Jahr begleitet haben. Aber im Ernstfall gibt es genug Hebammenkonkurrenzen, die den Posten gern kommerziell übernehmen.

Hebammenpolitik schiff und kapitän

Die gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen für freie Hebammen sind derart hinderlich, dass sie ihren Berufsschwerpunkt nicht mehr frei wählen können und ihre Kernaufgabe ” Geburtshilfe” gegenfinanzieren müssen. Gelernt haben alle examinierte Hebammen die praktische Geburtshilfe, aber das hilft wenig, wenn sie weder einen Vollzeit- Arbeitsvertrag zur Existenzsicherung erlangen noch die freiberufliche Hebammentätigkeit allumfassend finanzieren können. Es wurden seit 2010 bis heute mehr als zwanzig Hebammenpetitionen eingereicht, das Ergebnis ist erschütternd. Die Berufsbehinderungen werden nicht weniger, trotz GKV- Gebührenerhöhung. Es gibt keinen Ausweg. Die gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen müssen der wirtschaftlichen Hebammen- Situatiion mit politisch Mittel angepasst werden. Die widersprüche von Versicherungszwang, Freiberuflichkeit ohne individuelle Preisgestaltungsmöglichkeit, Arbeitszeitgesetzgebung und pauschalisierte Gebühren sind ohne Neugesetzgebung unlösbar. Es gibt Wege und Auswege. Da sich weder Hebammen, noch mündige Frauen oder Geburten ausrotten lassen, gibt es Wege und Auswege aus dem Dilemma: Legalität und Illegalität. Was wäre Ihnen lieber ?
Eine neue Hebammen- Petition einzureichen, ist sehr leicht und allen Hebammen, Müttern und Sympathisanten möglich.
Die Problemstellung ist offenkundig und wurde in der E- Petition ID 11400 im Juni 2010 ausführlich vorgetragen.
Es genügt, einen alten Petitionstext, der Ihren Wünschen entspricht, zu kopieren und unterschrieben an die 16 Petitionsämter des Landes zeitgleich zu versenden. Achten Sie darauf, dass sich Berlin unter den Adressaten befindet. Das Parlament, unsere Volksvertretung in Berlin, sollte die Interessen des Volkes vertreten…nicht zertreten. Ein paar Tipps zum Thema “Petition einreichen” finden Sie hier:

http://hebammenpolitik.com/hebammenpolitik-20-02-2011