Hebammenpolitik 20.03.2011

Die Antwort vom Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz bezüglich
der Berufshaft- Pflicht beinhaltet nichts Neues,
aber das Schreiben ist übersichtlich und gut strukturiert.

Sicher wäre der Inhalt dieses Schreibens auch in einem Satz zusammenzufassen, in etwa so: ” Zunächst werden wir die Datengrundlage über die  Auswirkungen der gestiegenen Haftpflichtprämien auf die Versorgungssituation der Hebammen und die Versorgung mit Hebammenleistungen verbessern und wenn wir damit fertig sind, hat sich Ihr Problem von selbst gelöst.” Wielange sollten geburtshilflich arbeitende Hebammen ohne Insolvenz ausharren, wenn sie eine Berufshaftpflichtprämie zwischen 3800 und 5600 Euro pro Jahr vor Arbeitsbeginn zahlen sollen, Ende offen. Die Einkommen der Hebammen liegen bekanntermaßen weit unter denen der Handwerksmeister. Eine Doula verdient 470 und mehr Euro für die Geburtsbegeitung, wobei eine Beleghebamme für eine Geburt plus Risiko weniger 300 Euro von der GKV erhält. Die Annahmesperre für das Risiko Hebamme mit Geburtshilfe sofort zu beseitigen, den Versicherungen auf die Finger zu schauen und einen normalen EU- weiten Wettbewerb zu gewährleisten, wäre einem wählbaren Berufshaftpflichtangebot zuträglich und würde  ein wirtschaftliches Arbeiten als “Hebamme” ermöglichen. Diese Antwort hätte ich von einem Ministerium erhofft, weiter nichts.