Hebammenpolitik 19.10.2013

An die Bundesregierung und die Verbände der KrankenkassenHebammenpolitik Elfenblume
Menschenwürde ist kein Ehrenamt – Hebammen brauchen höhere Vergütungen
http://www.change.org/de/Petitionen/menschenw%C3%BCrde-ist-kein-ehrenamt-hebammen-brauchen-h%C3%B6here-verg%C3%BCtungen?utm_campaign=petition_created&utm_medium=email&utm_source=guides

Der Anteil unbefristeter Hebammen- Arbeitsverträge nimmt deutschlandweit ab. Seine Arbeitskraft gewinneffizient zur Rentenvorsorge einzusetzen, scheint unmöglich. Riestern ist für Teilzeit- und Wenigverdiener offensichtlich unrentabel, weil das Resultat nicht über die Mindestrente hinausreicht.

Lassen Sie sich überraschen, welche Währung in Ihrem 67 Lebensjahr aktuell sein wird. Letzendlich dürfte es Ihnen egal sein, ob Sie mit 67 Jahren einen Geldwert von 10 oder 100 zur Riester- Auszahlung vom zuständigen (Sozial)- Amt erhalten. Viele Hebammen wird die Altersarmut treffen, genauso wie einen erheblichen Teil der Bevölkerung.

Aber ewiges Klagen und Jammern ändert nichts am Elend.
Schauen wir uns einen Punkt genauer an.

Momentan arbeiten ca. 800 Hebammen in Deutschland als Familienhebammen, Tendenz steigend, der Familienhilfemarkt wird weiter expandieren.

“Hebamme” wird im VolKsverständnis mit “Geburtshelferin” gleichgesetzt. Eine Familienhebamme hat damit in aller Regel nicht viel zu tun. Sie wurde explizit fortgebildet, um in sozialen Brennpunkten die augenblickliche wissenschaftliche Meinung von Gesunderhaltung zu vertreten und zwischen vertrauenschöpfenden Eltern und Institutionen zu delegieren. In der Familienhebamme wird die Vertrauenswürdigleit der Hebammen mit den momentanen systemischen Interessen kombiniert.

Da die Familienhebamme ein Symbiont verschiedener Interakteure ist, unterliegt sie nicht zwingend dem Hebammengesetz.
Das bewirkt bei richtiger Auslegung finanzielle Vorteile.

Rentenversicherungs-, und Krankenversicherungsbeiträge stellen eine enorme finanzielle Belastung auf Hebammenseite dar. Da eine Familienhebamme hebammenferne Tätigkeiten auf Honorarbasis leistet, kann sie ihre Tätigkeitsbezeichnung flexibel wählen.

Tut sie das intelligent und lässt sich diese anderweitige Tätigkeitsumschreibung vom Finanzamt per Steuernummer bestätigen, ist sie ggf. nicht mehr rentenversicherungspflichtig und kann von der für Hebammen verpflichtenden, unkündbaren BWG zur kündbaren, günstigeren VBG wechseln.

Wechselt sie dann zusätzlich von GKV/ PKV zu einer selbstverwalteten anderweitigen versicherung im Krankheitsfall, so beträgt die jährliche Ersparnis für eine Person pro Jahr insgesamt ca. 10.000 Euro.

Die heutige Zeit verlangt ein intelligentes, selbstverwaltendes Agieren und Denken. Ein Ritter mit weissem Roß, der auszog, um Sie zu retten, wird lange auf sich warten lassen. Die Hebammen warten, worauf warten sie eigentlich. Die Faktenlage ist klar, hier finden Sie einige Wiederholungen über die zunehmende Existenznot der Hebammen:

http://www.hebammen-nrw.de/cms/aktuelles/meldungen/einzelansicht/datum////iges-studie-bestaetigt-einschaetzung-des-hebammenverbands-nrw-zur-existenzbedrohenden-situation-der/
Pressemitteilung des DHV- Landesverbandes NRW

http://www.hebammen-nrw.de/cms/fileadmin/redaktion/Aktuelles/pdf/PM_IGES-Studie_0405_01.pdf