Hebammenpolitik 17.05.2011

Die Situation der Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen in Österreich erscheint deutschen Hebammen wieHebammenpolitik-edelweiß ein Paradies. Daran werden auch unterschwellige deutsche Versicherungsmakler- Bemerkungen  wenig ändern. Ein österreichisches Versicherungsangebot ist für deutsche Hebammen momentan wegen nichtfunktionierendem EU- Versicherungs- Wettbewerb unerreichbar, obschon östereichische Versicherungmakler unsere  deutschen Hebammen gern versichern würden, aber auf Grund der “Geschlossenheit des Marktes” keine Chance haben.

Eine österreichische freiberuflich geburtshilflich arbeitende Hebamme zahlt weniger 100 Euro Berufshaftpflichtprämie pro Jahr bei einer Deckungssumme von 3. Mill. Euro. Alle deutschen freipraktizierenden “Hebammen mit Geburtshilfe” zahlen ohne Verbandszwang (  bei BfHD und DHV) für diese Deckungssumme von besagten 3. Mill. Euro in Deutschland erheblich mehr. Die Versicherungs- Angebote beginnen bei 5355 Euro, 5600 Euro …. 8000 Euro, Ende offen.

In Österreich nachgefragt, stellt sich der Sachverhalt dort wie folgt dar:

Wieviele Versicherer für Hebammenarbeit/ Geburtshilfe gibt es?
Antwort: …Für Gruppenversicherung gibt es eine Versicherung, die ich ausgesucht habe, Anbieter gäbe es mehrere.

Wie ist die Versicherung strukturiert ?
– mit und ohne Geburtshilfe
– angestellte vs. freiberufliche Hebammen
– Unterschiede nach gewähltem Geburtsort

Antwort: Nicht gesplittet, Hebammen und/oder freipraktizierend, beides oder wechselnd in einer Versicherung,
Höhe der Jahresprämie mit Geburtshilfe / ohne Geburtshilfe, evtl. Staffelung der Prämie bei verschiedenen Parametern und Deckungssummen:
– Haftpflicht Deckungssumme Euro 3.000.000,00,
– RS Decksumme € 120.000,00
– Jahresprämie Hebamme/Lehrhebamme € 50,00 jährlich   inkl.Nachhaftung
– Hebamme plus 25 definierte Nebentätigkeiten € 98,00 jährlich     inklusive Nachhaftung
– Berufsrechtsschutz A: € 25,66 jährlich
– Berufsrechtsschutz B: € 54,85 jährlich (inklusive Arbeits-     und Sozialgericht)

Versicherung ist subsidiär
– Deckungssumme(n): Siehe oben

Welche Tätigkeiten sind versichert? Gibt es Ausschlüsse?
Antwort: Tätigkeiten siehe oben, Ausschlüsse nach strafrechtlichen Verfahren, die einen Entzug der Berufsberechtigung nach sich ziehen.

Ist außerklinische Geburtshilfe versichert?
Antwort: Siehe oben, alles drinnen.

Gibt es für die Versicherten Auflagen, die Qualitätssicherung betreffend?
Antwort: nein

Wie wird die Prämien-Situation eingeschätzt? Sind die Prämien stabil oder gibt es Bestrebungen der Versicherer, die Prämien zu erhöhen?
Antwort: Klar gibt es Bestrebungen, die Prämien zu erhöhen, die Begehrlichkeiten Prämien in der Höhe  wie in Deutschland zu haben, sind groß. Die Prämie ist an und für sich bis 2017 stabil, außer Indexklausel oder ich möchte das Polizzenpaket erweitern, wie jetzt geschehen zum 1.7.09 um die Klausel „Nachhaftung“ bei der Haftpflicht und kleinere Klauseln bei der RS.

Falls bekannt: Wie sind die Schadensquoten
Antwort: Wir haben bis jetzt die Deckungssummen nicht überschritten. Österreich hat eine Kultur der „außergerichtlichen“ Streitbeilegung, es wird nicht so schnell zivilrechtlich in Richtung Hebammen geklagt, und strafrechtlich ist die Summe bei Verurteilung nicht sehr hoch.

Vielen Dank für die fachliche Auskunft von Frau Pichler aus Österreich.

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