Hebammenpolitik 15.05.2014

Gestern sprach ich mit einer Schwangeren in Mülheim an der Ruhr. Wir kannten uns aus der letzten SchwangerschaftHebammenpolitik ziergras und so war es naheliegend, dass sie mich auch diesmal um Rat fragte, denn ihr Hebammensuchergebnis war erschütternd. Sie hatte lange herumtelefoniert, aber keine GKV- vertragsgebundene freie Hebamme finden können. Auch die leitende Kursleiterin ihres geliebten Aqua- Fitnesskurses wird am Monatsende den Hebammenjob an den Nagel hängen. In Essen hörte ich die selben Klagen von Schwangeren und Müttern. Beratungsdienstleistungen von examinierten Fachkräften gibt es, neben den staatlich unterstützten Angeboten…als Selbstzahlerleistungen. Die Quadriga der ” GKV- BMG- Berufshaftpflichtversicherer- DHV ” scheint einer Fata Morgana gleich. Unangreifbar- konsequenzlos- verfliegend. Freie Hebammen verflüchtigen sich notgedrungen berufswandelnd in die echte Selbstständigkeit. Die Dienstleistungen werden, aus Kostengründen nicht exakt in gleich großem Umfang, aber dennoch von der Schwangerschaft bis zum Kleinkindalter elterlicherseits gefordert und bezahlt. Ein neuer Markt entsteht. Es gibt viele verschiedene Konzepte, aber nicht ohne qualifizierte Fachkräfte mit Hebammenberufskenntnissen. Die politischen Entscheidungsträger spielen lobbylastig auf Zeit. Bei aller Hinhaltetaktik…das Berufsbild der Hebamme als unterstützende Kraft in Frauenbelangen lässt sich in Europa nicht ausrotten. Das sollten sie wissen.

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