Hebammenpolitik 15.02.2014

“Die Betreuung beginnt ab dem ersten Tag der Schwangerschaft und endet…mit dem Erreichen des 1. LebensjahresHebammenpolitik hummel auf dostblüte des Kindes.In dieser Zeit sind Schwangerschaftsberatung / -vorsorgen, Geburtsbetreuungen und die Betreuung im Wochenbett (die ersten 8 Wochen nach der Geburt) beinhalten….” Quelle: https://www.facebook.com/loewenbaby/posts/791539310873417

Das sollten Bürgerinnen und Bürger Deuschlands wissen und auch, dass die Hebammenhilfe neoliberal boykotiert wird…mit allen Raffinessen. Ein sehr komplexes Thema.

Tatsache ist, das deutsche Hebammen die Hilfe der Bevölkerung brauchen, um eine politische Lobby zu erwerben. Das wäre ohne weiters möglich, wenn da nicht die Medien wären, die nicht von Hebammen, sondern regierungs- lobbyseitig finanziert werden. Der Berufsstand der deutschen Hebammen ist klein und die dahinterstehende Finanzmasse auch. Sie sind Sozialunternehmerinnen, nach Rentenrecht den Angestellten vergleichsweise gleichgestellt, mit vielen arbeitszeitunabhängigen pauschalisierten Gebührenpunkten, horrender Berufshaftpflicht, Unfallversicherungspflicht, Krankenversicherungspflicht und letztendlich arbeiten sie für ein gutes Gefühl und weniger für ein profitables Einkommen. Staat und Versicherungswirtschaft lassen ihnen nichts, wovon sie reich werden könnten. Sie werden nach und nach in die Harzvier- Falle getrieben. Es ist ein gesellschaftspolitischer Skandal, so umschrieb es ein betroffener Versicherungsmitarbeiter, der die Hebammenhilfe zum Geburtstag seiner Tochter, in der Schwangerschft und im Wochenbett zu schätzen lernte.

Der Deutsche Hebammenverband fordert:
1. Es muss eine Haftungsobergrenze festgelegt werden, bis zu der die Hebamme für von ihr verursachte Schäden haftbar gemacht werden kann. Schäden, die darüberhinausgehen, müssen aus einem staatlich finanzierten Haftungsfonds beglichen werden.
2. Die Regressforderungen der Sozialversicherungsträger (Kranken- und Rentenversicherungen) müssen gedeckelt werden. Außerdem müssen die Sozialversicherungsträger verpflichtet werden, die Einnahmen aus den Regressen zweckgebunden zu verwenden.
3. Die Verjährungsfrist für geburtshilfliche Schadenersatzforderungen muss verkürzt werden.
4. Es muss eine gesetzliche Grundlage für ein Umlagesystem der Haftpflichtkosten außerhalb der Leistungspositionen geschaffen werden. Nur so können die Kosten für die Haftpflichtprämie auch tatsächlich ausgeglichen werden.

Quelle: http://www.hebammenverband.de/aktuell/nachricht-detail/datum/2014/02/13/artikel/versicherungsmarkt-fuer-hebammen-bricht-zusammen/