Hebammenpolitik 14.01.2014

Die Schließung der geburtshilflichen Abteilung auf der Insel Sylt entwickelt sich zum Präzidenzfall. Die BürgerInnenHebammenpolitik weiße Rose kämpfen um den Erhalt sylter kleiner Neubürger und die Sicherstellung der Müttergesundheit unter der Geburt. Konsequent.

Aus Sicht des Ministeriums haben BürgerInnen rechtlich „keinen allgemeinen Anspruch auf Vollziehung staatlicher oder kommunaler Planungen.” Siehe:

http://www.shz.de/lokales/sylter-rundschau/der-kleine-bruder-kam-im-badezimmer-zur-welt-id5406531.html

Die sylter Antragsteller berufen sich auf das Grundgesetz. Artikel 2 Abs. Satz 1 Grundgesetz (Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit) gewährt jedoch kein Recht des Einzelnen auf Versorgung mit bestimmten Gesundheitsleistungen. Das gilt auch für das Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 Grundgesetz), Anmerkungen siehe:
http://www.presseportal.de/pm/65048/2637661/nordseeklinik-antrag-unzulaessig-und-unbegruendet-antragsbefugnis-und-rechtsgrundlagen-fehlen
Da sind sich Ministerium und die Asklepios Kliniken GmbH offensichtlich einig. Wenn Schwangere sich einen Auffenthaltsort suchen, von dem aus eine Entbindungsklinik schwer zu erreichen ist, liegt dies in ihrer eigenen Verantwortung.

Die Hospitalnetzwerke werden planmässig weiter perfektioniert. an den Patienten vorbei. Sind Patienten letzendlich weniger Wert als die Angestellten, die auch nicht mehr gefragt werden ?

https://www.change.org/de/Petitionen/erhalt-der-geburtshilfe-sylt?alert_id=ByllpZDZna_iqeEmLPPqz&utm_campaign=43417&utm_medium=email&utm_source=action_alert

http://www.presseportal.de/pm/65048/2626005/dgap-news-asklepios-kliniken-gmbh-fresenius-asklepios-and-b-braun-reach-agreement-on-rhoen-klinikum?langid=2
Das Argument, durchschnittlich ca. 170.000 Inselbesucher pro Jahr zu beherbergen, zwischen denen sich einige Schwangere tummeln, ist für die GmbH belanglos und diese Belanglosigkeit ist nach Meinung ihrer Presseabteilung gesetzlich abgesichert.
Nun sind Gesetze von Menschen gemacht und können von Menschen im Bedarfsfall geändert werden. Wie wir bei den Neuregelungen zur Krankenversicherungüberschuldung gesehen haben, kann das im Notfall, ökonomisch motiviert, recht flott gehen.
In diesem Fall, die sylter Geburtshilfe betreffend, geht es um Bürgerinteressen, siehe:
http://www.born-local.org/artikel/antragserwiderung-der-landes-anw%C3%A4lte-letztlich-konsequenz-der-eigenen-entscheidung-auf-einer
Viele deutsche Geburtsabteilungen werden aus wirtschaftlichen Gründen eliminiert. Ohne Rücksicht auf die Klientel.
Wenn Geld alles ist, haben wir bald keine Kinder mehr. Es geht auch anders. Der sylter Kreissaal ist einer von vielen, der sterben soll. Helfen Sie mit, dass das Kreissaal- und Hebammenaussterben aufhört, siehe:

https://www.change.org/de/Petitionen/erhalt-der-geburtshilfe-sylt?alert_id=ByllpZDZna_iqeEmLPPqz&utm_campaign=43417&utm_medium=email&utm_source=action_alert