Hebammenpolitik 13.06.2010

Liebe Hebammen,

diese Aktion läuft ab sofort. Es liegt an Ihnen, ob Sie diesen Brief an Eltern aus Ihrem Verteiler weitersenden wollen. Wir halten es für dringend erforderlich, dass die Betroffenen sich selbst zu Wort melden.

Mit freundlichem Gruß

Irene Behrmann, Vorsitz GreenBirth

Eil-Aktion: Eltern schreiben persönliche Briefe an die Fraktionsspitzen des Parlamentes und an Wahlkreisvertreter

Liebe Eltern,

trotz 12 000 Unterschriften, 16 500 Postkarten und E-Petition mit über 100 000 Zeichnungen…, die Sicherung der Existenz unabhängigen Hebammen ist noch nicht gelungen.

Der Gesundheitsminister erklärte am 26.5. gegenüber den drei Hebammenverbänden, ihm seien die Hände gebunden, weil er seit 2007 nicht mehr Verhandlungspartner sei. Im Moment macht es keinen Sinn, hier nach Versäumnissen zu suchen, weil keine Zeit dafür ist.

Denn: Entscheidend ist: Wer zahlt die Versicherungsprämie für unabhängige Hebammen ab 1.7., damit nicht 80 % der außerklinischen Geburtshilfe entfällt?

Hoffnung macht: In Gesprächen mit hochrangigen Parlamentariern wurde Verständnis zum Ausdruck gebracht, aber auch der deutliche Hinweis, dass alle Parlamentarier mit ins Boot müssen, damit es zu einer Finanzierungsaktion kommen kann.

Das heißt, nach unserer Einschätzung: Eine parlamentarische Gesetzesinitiative bleibt im Moment die einzige Möglichkeit zur Rettung der außerklinischen Geburtshilfe. Dazu müssen die Fraktionsspitzen und Wahlkreisabgeordnete der im Bundestag vertretenen Parteien motiviert werden.

Die dringende Bitte an Sie als gewordene Mütter und Väter:

An diese Spitzen der Fraktionen einen gleich lautenden Brief mit persönlicher Anrede über den Postweg zu senden (Mails gehen zu leicht unter). Es geht nicht um schriftstellerische Kunstwerke, sondern darum, dass Sie Ihre ganz persönlichen Erfahrungen, Ihre Betroffenheit „rüberbringen“ und warum Sie denken, dass Hebammen auch in Zukunft in der Geburtshilfe unverzichtbar sind. Wir wollen nicht weniger sondern mehr Geburtshilfe durch Hebammen – und wir wollen weniger Geburtsmedizin und weniger Angst- und Panikmache für gesunde Frauen ab der Schwangerschaft.

Wir sind gefordert, heute etwas für unsere Kinder und Enkelkinder von morgen zu tun, damit viele der künftigen Kinder natürlich und selbstbestimmt in diese Welt kommen dürfen.

Hebammen sind Tag und Nacht für ihre Mütter und Kinder da, wenn „es losgeht“. Heute können Sie etwas für die Existenzrettung dieses einzigartigen Frauenberufes tun.

Hier sind die Namen und Adressen der Fraktionsspitzen, alle mit derselben Adresse:

Strasse: Platz der Republik 1 – PLZ: 11011 Berlin

CDU/CSU: Volker Kauder

FDP: Birgit Homburger

SPD: Dr. Frank-Walter Steinmeiner

Grüne: Renate Künast und Jürgen Trittin

Linke: Dr. Gregor Gysi

Wahlkreisabgeordnete unter: www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/index.jsp

(Kopie gern per Email an GreenBirth)

Zur Beachtung: Es bleibt für diese Aktion nur ein kleines Zeitfenster: Parlamentarische Beratungswochen vor dem Sommer sind vom 14.-18.6. und vom 28.6.-2.7. 2010.

Mit freundlichem Gruß

Irene Behrmann, GreenBirth e.V.

Tel. 05145-284289