Hebammenpolitik 13.03.2014

Dr. Roy Kühne, CDU/CSU ist gegen gefühlsduselige Petitionen, er möchte „bei den Fakten“ bleiben. Dann schaun wirHebammenpolitik mstechapfel blüte blau text (2) uns die gesetzlich produzierten Fakten einmal genauer an. Auf http://beleghebammenverzeichnis.com/ finden sich 21 freie Hebammen, die von mehr als 210.000 Interessierten gesucht wurden. Hier kommen mehr als 10.000 Hebammensuchende auf eine freie Hebamme.

Der politische und medienverbreitete Standpunkt, dass fast 99 % der Frauen auf eigenen Wunsch ins Krankenhaus gehen, ist aus Frauensicht nicht ganz zutreffend. Frauen wollen gebären und nicht nach medizinischen Vorgaben entbunden werden. Die wenigsten Frauen lieben Kaiserschnitte, obschon die Rate unaufhaltsam zuzunehmen scheint. Nichts gegen Sicherheiten. Der Beweis, dass Kaiserschnitte in der Fülle für Mutter und Kind sicherer sein sollen, als Spontangeburten, steht noch aus. Sicherheit hin oder her, die Müttersterblichkeit steigt trotz oder gerade wegen vermehrter klinischer Geburtsmedizin. Die Politik und Unternehmen bestimmen die Rahmenbedingungen des Gebärens und die meisten Frauen passen sich notgedrungen an. Diesen Ausnahmezustand als Normalität in Politik und Medien zu verkaufen, ist eine interessante Sichtweise.

Hebammenpolitik presse (3)

Die freien Hebammen haben viel Arbeit, manche mehr, als sie leisten können, weil die Nachfrage nach individueller Schwangeren-, Geburts-, und Wochenbettbegleitung so hoch ist. Einige Geburtshäuser suchen seit Monaten freie Hebammenkolleginnen, erfolglos. Warum ? Weil der Beruf der niedergelassenen Hebamme durch politische Gleichgültigkeit auf der einen Seite und Wirtschaftsinteressen auf der anderen Seite zur Luxusbeschäftigung verkommen ist und mit der GKV- Hebammengebühr, auf Grund der enormen Versicherungsausgabenlast, zunehmend unbezahlbar wird.

Sie wissen es und ich weiss es.