Hebammenpolitik 12.03.2011

Wir haben in ganz Deutschland zwei Versicherungsvertragsanbieter
für “Hebammen” mit Geburtshilfe”, Allianz und Securon:
1. die Ausschlußkriterien erstellt haben, dass eine Wahlfreiheit fast gleich null ist
2. mit Prämien, die nach ökonomischen Gesichtspunkten jedem Wirtschaftlichkeitsprinzip zuwiderläuft,
3. die eine Annahmesperre für das ” Risiko Hebamme mit Geburtshilfe” unterstützen,
4. die keine ausländische oder weitere Konkurrenz zulassen
5. und unsere Bundesregierung stellt sich unwissend und sieht gleichzeitig keinen Handlungsbedarf,
Zitat: “Insgesamt bieten in Deutschland 122 Versicherer Haftpflichtversicherungen an.
Wie viele davon Berufshaftpflichtversicherungen für ärztliche und nicht-ärztliche
Gesundheitsberufe anbieten, ist nicht bekannt. ……
…Für den Bereich der Berufshaftpflichtversicherungen der ärztlichen und nichtärztlichen
Gesundheitsberufe insgesamt liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse
darüber vor, dass der Versicherungswettbewerb nicht funktionieren würde.”
siehe: Deutscher Bundestag 17. wahlperiode Drucksache 17/ 4747 vom 11.02.2011, Seite 6

Die Bundesregierung Deutschlands hat das Recht und die Pflicht,
sich über die realen Haftpflichtbedingungen von Hebammen in ihrem Land zu informieren,
nachdem ihnen mehrfach Petitionen und Fraktionsanfragen vorgelegt wurden.
Wenn die Regierung die Tatsachen in ihren Erklärungen zugeben würde,
müssten von Regierungsseite konkrete Interventionen zur Verhinderung von Kartellbildungen
und wegen Verdachts unlauteren Wettbewerbs und Verstoßes gegen EU- Wettbewerbsrecht zeitnah folgen.

Konkretes Nachfragen und Anfordern von Stellungnahmen bei Partei- Fraktionen und der Bundesregierung sind sicher angebracht,
denn unsere Politiker der Bundesregierung spielen:
1. seit Monaten auf Zeit,
2. lehnen eingereichte Fraktions- Anträge und Änderungsvorschläge ohne positive Konsequenz für die Hebammen ab,
3. die E- Petition 11400 ist laut Internetstatus immer noch in Bearbeitung,
4. planen eine Datenerhebung über Hebammeneinkommen und Arbeitsweise
5. wohlwissend dass im kommenden Jahr die Mehrzahl der heute per Datenerfassung
zu registrierenden Hebammen mitsamt ihren Einnahmen ausscheiden oder insolvent sind.
Mit den Finanzmitteln zur Finanzierung der Ausschreibung und anschließenden Bearbeitung der Datenerhebung sollte die Bundesregierung besser eine Stiftung für bedürftige Hebammen gründen, um die Existenznot der betroffenen Hebamen zu mildern. Aber eine Datensammlung zählt bekanntlich auch zur Lobby- und Politik- Arbeit.

Damit erübrigt sich eine Gesetzesänderung zu Gunsten der freiberuflich- geburtshilflichen Hebammen,
weil diese Minderheit ohnehin für die Versorgung der Bevölkerung in Kürze unzureichend ist.
Die Politiker werden dann zur Tagesordnung übergehen und die geburtshilflichen Zentren,
Pharmakonzerne und Unternehmen- ihre Lobby eben- stärken und die Hinzuziehungspflicht von Hebammen kappen, weil man per Gesetz nichts fordern kann was nicht da ist.
Die Berufs- Haftpflicht- Erhöhung trifft nicht nur Hausgeburtshebammen, Geburtshaushebammen oder freie Beleghebammen, sondern zunehmend unterversicherte Krankenhaushebammen und zeitarbeitende Hebammen, welche ohne Versicherungsschutz von Zeitarbeitsfirmen aus der Arbeitslosigkeit heraus vermittelt werden.
Auf jeden Fall muss hier ein Umdenken einsetzen, sonst geht es uns in Zukunft wie den US- Amerikanern:
Hebammen sind allgemein unbekannt, die Ärzte entbinden die Frauen gewöhnlich per Sectio
und geburtshilfliche Schwestern dürfen das Handtuch anreichen.
Diese Befürchtung dürfen Sie gern versuchen, zu widerlegen. Wir werden in wenigen Jahren sehen, was die Zukunft bringt…