Hebammenpolitik 07.08.2013

Die Prämien für die Hebammenberufshaftpflicht sind in Deutschland so hoch geworden, dass viele freie Hebammen ihrenHebammenpolitik wilde Karde Beruf aufgeben mussten, weil sie die finanziellen Mittel zur Berufsausübung nicht aufbringen konnten. Das hat dazu geführt, dass Frauen sehr eingeschränkt werden bei ihrer Wahl, Kinder nach ihren Bedürfnissen zu gebären. Die Hebammen, die Geburten außerhalb der Kliniken begleiten, sind so rar, dass viele Frauen in die Klinik gehen müssen, wenn sie einen geburtshelfenden Beistand wünschen. Die nach dem Grundgesetz zugesicherte Wahlfreiheit des Gebärens ist in der Realität für viele Frauen alternativlos.

Unkontrollierbare Geburtsvorgänge sind naturgegeben nicht ausrottbar. Von sogenannten Gorilla- Geburten ist ab und an die Rede, Eine schwangere Frau gebiert ihr Kind ohne ärztlichen Beistand und auf Grund fehlender Möglichkeiten, überwiegend ungewollt….ohne Hebamme. Die Berufsbehinderung niedergelassener geburtshelfender Hebammen ist eine politische Fehlkalkulation. In der US- amerikanischen Historie kann dies nachgelesen werden. Im Landkreis Utah/ USA fuhren Schwangere durchschnittlich 200 Kilometer zur Geburtsklinik, mieteten sich dort eine Wohnung, um pünktlich mit Wehen im Kreissaal zu erscheinen. Natürlich nur die Wohlhabenden und die es sich leisten konnten. Es wurden in den Gemeinden notgedrungen Hausgeburtshelferinnen in Schnellschulungen ausgebildet, die den Zuhausegeblieben Geburts- Beistand leisten sollten. Der Hebammenstand war aus vergleichbaren Gründen wie hierzulande ausgestorben und den gynäkologischen Fachärzten erging es geburtshelfend nicht anders. Sie konnten die horrende gestiegenen Berufshaftpflichtbeiträge nicht mehr aufbringen, um ihre Praxisgeburten weiterhin legal durchzuführen. Alles schon mal dagewesen, warum sollte dieser US-amerikanische Mißstand als positives Beispiel für Deutschland, oder treffender gesagt für Ganz- Europa, gelten ?

Die “Inititative Selbstbestimmte Geburt” hat das Ziel, sicher zu stellen, dass auch in Zukunft Frauen entscheiden dürfen, wo und mit wem sie ihre Kinder zur Welt bringen möchten.