Hebammenpolitik 07.02.2014

Was rationalisiert werden kann, wird rationalisiert und was automatisiert werden kann, wird automatisiert, DasHebammenpolitik grashalm Kapital hat kein Gewissen…soweit die Beobachtung.

Die wissenschaftlichen Studien, nach denen hohe Geburtenzahlen hohe Qualität bedeuten und niedrige Geburtenstatistiken eine schlechte Geburtsqualität erwarten lassen, sind vermutlich lobbyseitig in Auftrag gegeben worden. Denn natürlich lassen sich die Gebärabläufe im großen Rahmen betriebswirtschaftlich vorteilhaft automatisieren. das ist nicht neu. Zitat: “Ein Zusammenhang von Fallzahlen in der Geburtshilfe und Qualität in der Versorgung ist auch durch wissenschaftliche Studien belegt. Geringere Fallzahlen geben dem Personal weniger Möglichkeiten für qualitätsgesicherte Ablaufprozesse.” Quelle: http://www.abendblatt.de/region/article124607541/Vielen-Geburtshilfestationen-droht-das-Aus.html

Hebammenpolitik blaue Wahrheit

Prinzipiell rettet es aber nicht, wenn zwei bis vier Operationssäle und zwei OP- Teams die hohen Fallzahlen abarbeiten, während ein neuer Notfall in die Tür geschoben wird, währenddessen die OPs besetzt sind. Die hohen Fallzahlen treffen auf überlastetes Personal, teilweise in Unterbesetzung, leiharbeitendes Fachpersonal und Fusionierungsangestellte, die in mehreren Häusern pendeln. Ein kleines gut eingespieltes Team, dass viele gemeinsame Berufs- Jahre erlebt hat und stationsübergreifend freundschaftlich zusammenarbeitet, werden Sie in der neuen Konstellation vergebens suchen. Die Frauen und Schwangeren sind in den großen Abteilungen wie verloren und das Personal wechselt schneller, als sie gucken können. Was bleibt, ist relativ unpersönliche Distanz und Hektik. Sehr geehrte Politiker, verkaufen Sie die Neuerungen bitte nicht als Qualitätssteigerung. Es ist ein ökonomisches Rationalisierungsvorhaben, das an vielen Patientinneninteressen vorbeigeplant wird, weiter nichts. Und Sie erwarten, das sich alle an der Basis Beteidigten, der ökonomischen Zwänge wegen, in ihr Schicksal fügen. Nach us- amerikanischem Wirtschafts- Rechtsverständnis ist das so. Das Leben und Sterben wird auf Grund der Privatisierungstendenzen in der Gesundheitsbranche seit Jahren rationalisiert. Deshalb haben auch deutsche BürgerInnen kein Entscheidungsrecht, bei Belangen, die sie unmittelbar intim betreffen. Ist ein Parlament und eine Regierung keine Institution zum Schutz bürgerlicher Rechte ?