Hebammenpolitik 02.10.2013

Seit dem Jahr 1990 ist die Anzahl der in Deutschland geborenen Kinder insgesamt deutlich zurückgegangen. Während imhebammenpolitik_Butte Jahr 1990 noch 908.877 Kinder zur Welt kamen, wurden im Jahr 2010 nur noch 668.413 Kinder geboren, was einem Rückgang um ca. 25 % entspricht. Die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter ging von 16,9 Mio. im Jahr 1990 auf 14,98 Mio. im Jahr 2009 zurück (-11 %).

Im Jahr 1991 ist gemäß den genannten Daten die Anzahl der geborenen Kinder in Deutschland niedriger als die Anzahl der im Krankenhaus geborenen Kinder. Dies führt zu einem negativen Wert der Anzahl der außerklinisch geborenen Kinder. Auch nach Rücksprache mit dem Statistischen Bundesamt konnte diese Diskrepanz für das Jahr 1991 nicht geklärt werden,siehe : https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Krankenhaeuser/GrunddatenKrankenhaeuser2120610917004.pdf?__blob=publicationFile

siehe: Fachserie 12 Reihe 6.1 1991 Seite 98

Durch die Verringerung der lebensfähigen, gesunden Geburtenresultate wurden nicht nur Kreissäle geschlossen und Hebammen arbeitslos, in Zeitarbeitsfirmen organisiert oder Geringverdienerinnen. Freie Hebammen werden aus der geburtshelfenden Arbeit verdrängt. Auch niedergelassene Gynäkologen beklagen den Schwangerenmangel, die Praxisgeburtshilfe ist faktisch ausgestorben. Geistliche Kindergärten wurden geschlossen und freien und Waldorfschulen das staatliche Budget gekürzt, sodass die Elternbeiträge für viele Eltern unbezahlbar wurden. Das Alles, um die verbleibende schrumpfende Kinderzahl in staatskonformeren Kreissälen, Kindergärten und Schulen zu integrieren. Kalkulatorisch zur Stabilisierung des Systems…zum Verlustausgleich sozusagen. Dieser Zentralisierungszwang wirkt wie ein Zwilling des real existenten Sozialismus der 70 ger Jahre. Sie erinnern sich sicher an die sozialistischen Geburtszentren a 5000 Babys pro Jahr mit vorzugsweise programmierten Geburten, absolut fehlenden Hausgeburtshebammen und den einheitlichen Kindergarten- und Schulformen des Staates.

Die Geburtenrückgangstendenz ging und geht unaufhaltsam weiter, weitere statistische Infos zum Geburtenrückgang finden Sie auf
Seite 93, siehe: Grunddaten der Krankenhausstatistik, FS 12, Reihe 6.1 für die Jahre 1991-2010, StaBu 1993-2011

Nicht nur der Staat, die Kindergärten und Schulen konkurrieren zunehmend um die SteuerzahlerInnen von morgen. Auch Arztpraxen, freiberufliche Hebammen, Krankenkassen und Krankenhäuser, Kreissäle, GmbH`s, AG`s, Lebensversicherungen und sonstige Versicherungsmakler heischen um die begehrten Kunden. Und ihre Eltern wissen in aller Regel nichts von ihrer Macht, die sie hätten, wenn sie sie nutzen würden und bitten und entschuldigen sich für allerlei Dinge, die ihnen zustehen. Wie tief muss die Geburtenrate noch sinken, bis sich Schwangere ihrer Macht bewusst werden ?