Hebammenpolitik 01.09.2013

“Frauen brauchen Hebammen”… haben Sie das Buch gelesen ?red power
Der Verein freier Hebammen aus Österreich verfasste 1991 ein Buch nach dem ersten österreichischen Hebammenkongress in Wien. Das heutige Hebammenproblem und die Entwicklungsrichtung des Krankheits- und Gesundheitsmarktes war absehbar. Aktueller kann die Thematik nicht sein. Der Ausweg aus der Misere steht seit über 20 Jahren kurz und treffend auf der Rückseite des Covers, siehe:

Hebammenpolitik01 09 2013

Nun, im Jahre 2013, hat das Hebammenproblem ganz Europa, inklusive Deutschland, erfasst und den schwangeren Bewohnerinnen fällt die Diskrepanz von Recht und Realität zunehmend ins Auge. Das klingt beispielsweise so,
Zitat aus dem Gästebuch:

“Guten Tag,

ich bin auf der Suche nach einer Hausgeburtshebamme und es ist wirklich schwer! Es ist eine Schweinerei wie es so einem alten Berufsstand schwer gemacht wird ihre Arbeit zu verrichten!
Die Schulmedizin ist nicht die Krone der Schöpfung!!! Sie ist ein Teil des Heilsystems! Nur ein Teil! Das ärgert mich so dermaßen! Lasst den Hebammen ihren ursprünglichen Beruf mit den Freiheiten und Fähigkeiten und maßt euch nicht an alles auf dem schulmedizinischen vermeintlich immer sichereren Weg lösen zu können! Ihr entmündigt die Frauen und dazu hat kein Mediziner das Recht! Und erst recht keine Krankenkasse, Versicherungen oder irgendein Politiker… Eine Frau hat das Recht so zu gebähren wie sie es will…
Ich hoffe so sehr, das ich noch die Hilfe finde die ICH benötige.. und für die Zukunft- das es einen Ruck gibt und viele Frauen zu dem zurückfinden was NATÜRLICH ist..
Nachdenken und sich nicht einschüchtern lassen, sich das nehmen lassen was ihnen zusteht.
Mit freundlichen Grüßen
S… Haushahn”

Die Beziehungen der angestellten zu den freiberuflichen Hebammen und die Beziehungen der Hebammenverbände zu Hebammen sind für den erfolgversprechenden Lösungsansatz des Werkes ISBN 3-920482-01-8 optimierbar. “Teile und herrsche” ist eine politische Devise, für die kleine Berufssparte der Hebammen ist sie eher hinderlich.

So hat eine existenzgründende deutsche Hebamme Mühe, ihren Businessplan beim relevantesten Hebammenverband Deutschlands genehmigen zu lassen, wenn sie in dem Moment ( noch) nicht Mitglied ist. Sie muss zur IHK ausweichen, weil die unentgeltliche Bearbeitung des Businessplanes eines Nichtmitgliedes gleicher Berufssparte vom Hebammenverband abgelehnt wird. Die IHK prüft den Plan und berät kostenlos und unentgeltlich. Hebamme hin oder her…der Newsletter des größten Hebammenverbandes Deutschlands ist, trotz Bestellung und Interesse, nicht jeder deutschen Hebamme zusendbar, weil der Verband es so wünscht. Andere Länder- andere Sitten. Die Diskussionsplattform der österreichischen Hebammen dient ausschließlich österreichischen Hebammen, siehe: http://forum.hebammen.at/ Derlei gibt es viele Erschwernisse des gemeinsamen Konsens. Europa ist ein Wirtschaftspool für die Finanzwirtschaft, welche sich nahezu grenzenlos austauscht und zentriert. Wissen Sie, wie es den französischen Hebammen ergeht, den belgischen oder den zyprischen… ? Es gibt die Möglichkeit, die Beschränkungen der internen Küchentischpolitik hinter sich zu lassen und im Zuge der fortschreitenden Negativfolgen der Globalisierung den Blick global schweifen zu lassen, siehe: